Beachtime in Palomino and Old City Feelings in Cartagena

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Palomino, Kolumbien

Palomino, oh Palomino! Ein kleiner Strandort zum Relaxen und Wohlfühlen. Mehr gibts dazu nicht zu sagen. Vielleicht noch Finca Escondida. Jap. Das wars.

Cartagena, Kolumbien

Die Erwartungen sind hoch an diese Stadt. Sie soll die schönste Kolonialstadt sein (Traveller Meinung) und auch die ‚Perle der Karibik‘ (Internet Empfehlung). So ist es schwierig eine nicht voreingenommene und objektive Meinung zu haben. Ich werde dennoch versuchen so neutral und nichtsahnend !hola! zu dieser Stadt zu sagen.

Ich erreiche die Stadt im Dunkeln. Das war so alles nicht geplant, aber so ist es jetzt nun mal. Traveller Alltag. Verspätungen und Planänderung sind da daily business. Vom Busbahnhof ist es über ne Stunde ins Zentrum. Mit dem Lokalbus. Natürlich. Mit was sonst. Taxi wäre ja viel zu einfach und viel zu schnell. Die Fahrt ist auch ausgesprochen unterhaltsam. Es ist Halloween und es herrscht ausgelassene Stimmung. Der Bus bleibt alle 5-10 Meter am Straßenrand stehen, wer braucht schon Haltestellen, und Kürbisse, Skelette, Hexen, Dominas und Clowns steigen ein. Auch ein paar Miniausgaben von Micky Mäusen und Spidermans sind dabei. So klein und trotzdem voll dabei. Ich schmunzle so vor mich hin und manchmal bleibt mir auch der Mund offen stehen. Es gibt ja doch immer wieder Dinge, die man, ich, noch nie gesehen hat. Vorbei an dem Schloss in Cartagena (Castillo de San Felipe de Barajas), erreiche ich die Kreuzung zu der Strasse in der sich mein Hostel befindet. Ich rufe laut ‚Alto!‘ und der Bus schmeißt mich an der Straßenseite raus. Ich wink mir ein Taxi ran und fahr die 1,5km bis zum Hostel. Riskiobegrenzung. Sicher ist sicher. Ist ja schon dunkel. Statt gewohnten 4000 Pesos, soll ich 10.000 Pesos zahlen. Als ich mich beschwere und mit meiner großen ‚Pero en Bogota,…‘ Rede beginnen will, schneidet er mir das Wort ab und meint nur, ‚Bienvenido a Cartagena!!‘.

An jeder Ecke lockt der Touri-Karibik-Trash

Der nächste Tag besteht aus einem langen Spaziergang kreuz und quer durch die Altstadt. Wenn man nicht direkt an oder auf der pompösen Stadtmauer läuft, verliert man leicht die Orientierung in den Gassen Cartagenas. Es ist sehr bunt, sehr geschäftig, an jeder Straße sitzen oder stehen Verkäufer. Jeder bietet das Gleiche an. Bunte Taschen, Magnete, Schmuck, Keramikfiguren und sonstigen Touri-Karibik-Trash. Es ist laut, aber irgendwie angenehm laut. Es gehört irgendwie dazu. Ein stark schwitzender Mann übertönt kurzzeitig all die Geräusche, da er alle fünf Wörter lang laut ‚Hallejula!‘ schreit. Ich versteh zum Glück nicht viel, aber der Mann steigert sich immer mehr rein und somit such ich schnell das Weite. Man weiß ja nie. Entlang der Stadtmauer kann man wunderbar flanieren. Inklusive Skyline von Cartagena. Schön anzusehen. Die Mauer, das Wasser, der moderne Teil von Cartagena. Es sind zwei Welten die da aufeinander prallen, alt und neu, aber irgendwie harmoniert es.

Spätnachmittags setzt wieder starker Regen an, aber am Abend ist nochmal ein kleiner Spaziergang in meinem Hostelviertel ‚Getsemani‘ drin. Viele Leute sind unterwegs, es wird getrunken und gelacht. Die Straßen sind gut beleuchtet und die Wände sind voller Graffiti. Irgendwie doch sehr schön alles.

Fazit

Der zweite Teil meiner Karibikküstenreise hat doch noch so manches Schmankerl mit sich gebracht. In Palomino hätte ich locker ne Woche bleiben können und auch Cartagena hat mich überzeugt. Obwohl mega touristisch, ist es doch irgendwie heimelig da und die Gassen sind wunderschön. Auch in der Nacht. Es herrscht eine lockere Stimmung und es gibt viele leckere Restaurants und tolle Bars.