Poesie

Graues Grau – Ein Berliner Wintergedicht

Wörter, die plötzlich in meinem Kopf auftauchen und nicht mehr verschwinden wollen. Ich versuche sie aufzuschreiben, aneinanderzureihen, zu sortieren, ihnen eine Bühne zu bieten. Manchmal macht die Wortaneinanderreihung Sinn, manchmal aber auch nicht.

Die Poesie ist eben frei und ganz ohne Regeln.

GRAUES GRAU

graues grau
eisige kälte
umschlingender nebel
fehlende sicht

poch poch poch
ich hör es klopfen
tief in mir
aber ich spüre nichts

einsame stille
das grau hüllt mich ein
nimmt mich mit
in eine andere welt

ich lasse mich treiben
wie eine eisscholle
kaltes klares wasser
glitzernder schnee

ich lass mich ummanteln
fühle mich geborgen
die zeit bleibt stehen
graues grau