Primavera Sound Festival in Barcelona – Day ONE

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Der erste Tag des Primavera Sound Festival in Barcelona startete gleich mit einem kräftigsten Wums:

 

B J Ö R K  |  F E V E R  R A Y  |  N I L S  F R A H M  |  T H E  W A R  O N  D R U G S

 

Sparks

Das kalifornische Glamrock Disco-Duo Sparks stand eigentlich nicht auf meiner Liste, ich kam bloß zufällig vorbei und blieb hängen. Irgendwas haben die zwei Brüder an sich, dass einen nicht vorbei gehen lässt. Ob es die pinken Jacken, die schwarz gefärbten Haare, die Ähnlichkeit mit Snape von Harry Potter oder einfach die guten Laune Glitzer Songs waren ist egal, Sparks weiß wie man Tanzstimmung kreiert.

The War on Drugs

The War on Drugs kommen aus Philadelphia und spielen zeitlosen Indie-Rock. Sie erinnern ein bisschen an Bruce Springsteen und Bob Dylan. Es scheint, als könnte sie nichts aus der Ruhe bringen und so stehen sie mit lässiger Attitüde auf der Bühne. Dabei wehen die langen Haare in der kühlen Meeresbrise. Hippiefaktor hoch 10.

Björk

Es zirpt und summt. Björk bringt ihren gesamten Garten mit auf’s Primavera Sound und verzückt mit ihrer neu erschaffenen Welt. Ein Graskarussell, dass sich stetig um die eigene Achse dreht und Querflötenspielerinnen beherbergt, eine Blüte die zum Leben erwacht und Björk’s außerirdisch, animalisches Kostüm. Eine perfekte Inszenierung, die einen total abtauchen lässt in dieses neue Universum.

Fever Ray

Eine der größten Überraschungen für mich an diesem Tag. Fever Ray. Eine energiegeladene Frauenbande in Fetishkostümen stürmte auf die Bühne und riss sie wortwörtlich ab. Es ist das Soloprojekt von The Knife’s Karin Dreijer Andersson und man spürt in jeder Zelle des Körpers, dass ihr dieses Projekt ungemein Spaß macht. Die Show, die die drei Sängerinnen abliefern, lässt sich nicht in Worte fassen. Ich bin immer noch sprachlos und fasziniert.

Mount Kimbie

Vielleicht liegt es an der Tatsache, dass Mount Kimbie nach Fever Ray ihr Konzert hatten, aber allgemein war für mich ihr Auftritt eher enttäuschend. Sie versteckten sich hinter ihren Instrumenten und wirkten auch so eher omnipräsent auf der Bühne. Durch die fehlende Lichtshow, wurde die Stimmung im Publikum auch nicht deutlich besser. Musik war natürlich gut, aber das alleine reicht auf einem so großen Festival oft nicht aus.

Nils Frahm

Das Schönste kommt zum Schluss. Der in Berlin lebende deutsche Pianist und Komponist hat sich nicht nur besonders gefreut, spielen zu dürfen, sondern hat es sich auch redlich verdient. Und auch sicherlich einen Rekord aufgestellt, was die Anzahl von Tasteninstrumenten auf einer Bühne betrifft. Man hat von dem charismatischen Künstler leider oft nur den Rücken gesehen, aber das war egal. Die Töne haben für sich gesprochen und durch die Bühnenkamera konnte man ihn von oben aus zusehen, wie er in die Tasten haute. Einfach faszinierend dieser Nils Frahm.